Mittwoch, 17. September 2014

Schnipsel und Lunchtip

Hey, wir sind zurück! Und morgen bin ich schon wieder weg, mit meiner Mama, in Berlin. Bis Samstag.
 
Mein Kopf ist so leer (oder vielleicht auch zu voll...?) im Moment, zum passenden Zeitpunkt erzähl ich auch mal, warum, daher heute nur ein paar Bilder und ein paar Worte...:)


Unsere wunderschöne Tochter im Santorin-Urlaub. War schön, noch mal Zeit füreinander zu haben, ganz ohne Verpflichtungen. Einfach nur lesen, sitzen, Cocktails trinken, aufs Meer gucken, ein Nickerchen machen....



Farbrausch auf Santorin. Blau und weiß in Höchstform.



Ein Knutscher für den Hund am Mittagstisch. Ich muss ihn einfach immer knutschen, er ist der beste Hund der Welt. Er war superglücklich in seinem Urlaubsdomizil (wir hatten ihn ja logischerweise nicht mitgenommen nach Santorin...) und so übernahmen wir nach unserem Urlaub einen gutgelaunten, tiefenentspannten Hund. Toll!


Heute morgen beim Radfahren mit Balu dieses Foto gemacht. Ich bin immer ganz ergriffen vor soviel Schönheit. Diese Nebel, die morgens noch durchs Feld ziehen, die Sonne, die durch die Wolkenfetzen drängelt, das Grün vom Gras und das Braun vom Acker und alles wird in rosa Licht getaucht...

Ach, und ich hab DOCH noch was praktisches für euch! Mensch!

Als Motivation für das neue Schuljahr (das letzte) von Jojo und weil ich es nun wirklich nicht mehr gut finde, dass sie sich irgendeinen Mist am Schulkiosk holt, habe ich neue Lunchboxen bestellt. Sie sind modern, stylisch und hermetisch dicht. Sie sind sogar mikrowellenfest.


Ihr findet sie bei Amazon unter der Suche nach "Monbento". Auch unser Sohn und Schwiegertochter haben welche nach Hamburg geschickt bekommen, allerdings in größer.

Und damit morgens beim Frühstück nicht erst das Fragen nach dem Schulproviant aufkommt, habe ich eine feine Liste von Schulsnacks zusammengestellt, auf der Jojo am Vorabend ihre Wünsche ankreuzen kann.


So können wir am Abend schon Dinge vorbereiten oder morgens eben gleich nach dem Aufstehen schon den Ofen anschmeißen für z.B. Schokocroissants. Klappt bis jetzt echt gut!

So, bin jetzt weg! BERLIN BERLIN

Sonntag, 17. August 2014

Rotes Butterhähnchen

Heute mal wieder was Praktisches! Unser heutiges Sonntagabendessen war:

Rotes Butterhähnchen (Originalrezept von Sam Stern, abgewandelt von mir)



Zutaten für 5 - 6 Personen

6 Hähnchenbrustfilets, gerne BIO
1 Dose Kokosmilch
100 g Butter
800 g passierte Tomaten
1 Becher Schlagsahne
200 g Creme fraiche
100 g Naturjoghurt
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück Ingwer, sehr fein gehackt
2 EL Tomatenmark
2 EL Honig

Gewürze:

Salz
Pfeffer
1 TL Chilipulver
2 TL gemahlenen Koriander
1 TL Zimt
1 TL Kakaopulver
Gemüsebrühe (Pulver)  nach Bedarf, ich habe ca. 2 EL genommen
1 EL gemahlene Kurkumaschoten
1 EL Paprikapulver edelsüß

Die Zwiebel würfeln, den Knoblauch pressen und beides in der zerlassenen Butter dünsten. Sämtliche Gewürze sowie den kleingehackten Ingwer dazugeben. Das Tomatenmark unterrühren, die passierten Tomaten, die Sahne, den Joghurt, das Creme fraiche, die Kokosmilch, alles rein in den Topf! 

Das Hähnchenbrustfilet in Würfel schneiden und in die kochende Sauce geben. Honig dazu, etwas Gemüsebrühe dazu. Alles so lange kochen lassen, bis das Fleisch gar ist. Dann gut abschmecken, der eine mag es etwas schärfer, der andere süßer oder salziger. Daher kann ich da keine Pauschalangaben machen, ihr kriegt das schon hin!

Dazu könnt ihr Reis kochen oder leckeres Naan-Brot in den Toaster stecken. 

Das Gericht ist wirklich köstlich tomatig, sahnig, butterig, GEHALTVOLL, genau das richtige Essen, wenn es wie heute abend draußen stürmt und man etwas Heißes, leicht Scharfes für die Seele braucht. Weil das Fleisch gekocht und nicht gebraten wird, wird es sehr sehr zart und zerfällt fast im Mund. 

Guten Appetit!!

Freitag, 15. August 2014

Make someone happy

Wow, soooo viele haben meinen Hochzeitsblogpost angeschaut! Toll! Wenn ich noch an weitere Fotos gelange (denn ich habe an dem Tag kein einziges gemacht), dann werde ich sie noch mal posten. 

Ich bin heute beim Durchsehen meines Blogs in der Mittagspause mal wieder auf dieses Video gestoßen, das für mich auch nach mehrmaligem Anschauen nichts von seiner Großartigkeit verliert:


Ihr findet es HIER.
Menschen, die sich in irgendeiner Art nahe stehen, sagen sich etwas Schönes. Darum geht es. Es treibt mir immer noch die Tränen in die Augen, jedes Mal wieder.

Dazu passt auch dieses Video, das fast noch mehr zum Heulen ist, im positiven Sinne:


Und HIER könnt ihr es anschauen.
Menschen sollen aufschreiben, welcher Mensch in ihrem Leben sie am meisten beeindruckt und beeinflusst hat. Gut soweit. Dann aber sollen sie diesen Menschen anrufen und es ihm vorlesen. Das Fazit dieses "Experiments" ist: andere glücklich zu machen, macht selbst glücklich.

So einfach könnte das Leben sein, nicht wahr? Ich selbst mache weiß Gott nicht immer alle glücklich, die sich in meinem Umfeld befinden. Obwohl ich es gerne tun würde, obwohl ich es LIEBE, wenn alle um mich herum glücklich sind. 

Eine kleine Geschichte dazu: ich hab doch geschrieben, dass ich so ein wunderschönes Kleid gefunden habe, ich hatte auch ein Foto davon gepostet, oder? Ja, HIER war es doch. Die Verkäuferin, die mich damals bedient hat, war wirklich ein Schatz. Sie war so süß und nett und hat mich mit so viel Herzblut beraten, das fand ich ganz großartig.

Als ich zwei Wochen später wieder mal in Hannover war, dieses Mal mit meiner Mutter, hab ich etwas vorbereitet. Ich habe eine Schachtel "merci" gekauft. Und ein Foto von mir in dem Kleid ausgedruckt. Habe einen kleinen Text dazu geschrieben, wie toll sie als Verkäuferin ist und mich nochmals bedankt. Schleife drumrum, fertig. Dann bin ich in den Laden gegangen und habe sie gesucht. Ich war fast so aufgeregt, als ginge ich zu einem wichtigen Date. Aber ich mach das ja auch nicht alle Tage! Sie war gerade wieder in einer Beratung. Ich stellte mich vor sie, mit meiner Mercipackung vor der Brust und sprach sie an. Und überreichte ihr mein kleines Geschenk. Und sie hat sich so gefreut! Ihr kamen die Tränen und sie sagte, dass sie so etwas noch NIE bekommen hätte, sie war völlig von den Socken. Es war so schön! Den ganzen Tag noch und auch jetzt, wo ich es schreibe, konnte und kann ich dieses Gefühl noch replizieren, das ihre Freude in mir auslöste: Glück. Es ist das schönste Gefühl auf der Welt, jemanden anderen glücklich zu machen.  Für einen Moment jemand anderen strahlen zu sehen. Tatsächlich. 

Wir vergessen es nur. Wir machen uns ungern zum Affen. Wir rennen ungern jemandem hinterher, wir vergeben ungern Komplimente, wir wagen ungern etwas, aus Angst, einen Korb zu kassieren. Aber man kann das üben. Die Amerikaner können das gut. In New York passiert es dir, dass dich ein Jogger auf der Brooklyn Bridge um sieben Uhr morgens anspricht und sagt: "Hey, nice boots!" Oder im Museum die Sicherheitsfrau sagt:"Hey sweetie, how was your day?"  

Ich übe das oft mit Kunden, das sind schließlich die Menschen, mit denen ich die meiste Zeit am Tag verbringe. Ich mache oft Komplimente für Krawatten, Ketten, eine coole Tasche, für einen trockenen Humor, für Freundlichkeit, für eine lustige Auslieferung, für Kinder. Es lockert die Stimmung und das Gegenüber fühlt sich wohl. Und ICH fühl mich wohl. 

Und um den Stein ins Rollen zu bringen, kommen jetzt hier ein paar Personen, denen ich JETZT und HIER etwas Schönes sagen möchte (vielleicht seid ihr dabei?)

Und los geht´s:

Hey, Martin, du bist echt der hartnäckigste Mensch, den ich kenne. Oder der ausdauerndste. Niemand sonst hätte es so lange mit mir ausgehalten. Und wenn du lachst, geht die Sonne auf. Deine großen Hände und deine Lachfalten und deine grauen Schläfen find ich ganz toll. 

Hey, Corli: meine beste Freundin bist DU. Niemand sonst kann so großartig und lustig Geschichten erzählen, Personen und Dialekte nachmachen. Du bist meine sichere Bank, denn ich könnte jederzeit bei dir vor der Tür stehen und du würdest zwischen deinen Katzen und der Besucherritze noch Platz für mich haben. Außerdem hast du echt die faszinierendsten Augen, die es gibt.

Hey Mama: auch wenn wir manchmal streiten, lieb ich dich doch über alles. Du hast immer dein Bestes als Mutter gegeben und warst immer für mich da. Wir können gut zusammen quatschen und lachen. Außerdem siehst du immer noch großartig aus!

Hey Benni, mein Großer: du bist der beste Sohn, den eine Mutter sich wünschen kann! Ich kenne niemanden sonst, der anhand eins "Hallo" erkennen kann, ob ich grad Sorgen habe. Ich kenne sonst niemanden, der so lustig ist, der so sympatisch rüberkommt und der so fantastisch aussieht wie DU. Der so warmherzig ist und mitfühlend und emotional. 

Hey, Jojo, meine Kleine: du bist eine der witzigsten Personen, die es gibt! Dein Humor ist staubtrocken und messerscharf. Du bist tierlieb und mitfühlend. Du denkst immer vorausschauend, du bist oft vernünftiger als ich, du liebst Familienfeste und du nimmst einem nie etwas lange übel. Ich bin so froh, dass es dich gibt!

Hey, meine drei liebsten Geschwister Daniel, Anne und Bastian: ich freue mich immer so sehr, wenn wir uns sehen, weil das immer sooo lustig ist! Ihr seid die witzigsten Menschen, die ich kenne! Daniel, wenn wir mal beim Handballspielen zuschauen, bin ich immer so STOLZ. Am liebsten würde ich jedem erzählen, dass das da unten mein kleiner Bruder ist. Auch wenn du mal kein Tor wirfst....;) Anne, du bist so warmherzig und eloquent! Lustig und ehrlich. Und backst tolle Plätzchen! Bastian, du bist einer der NETTESTEN Menschen, die ich kenne. Du bist so ein guter Mensch! Man kann toll mit dir lachen und quatschen.

Hey Papa: ich bin so froh, einen Papa wie dich zu haben. Ich hatte nie Sorge, dass du irgendwas scheiße findest, was ich mache. Ich fand das immer super und finde es immer noch, dass du mich einfach so sein lässt, wie ich bin. Deshalb kann ich es gut in deiner Nähe aushalten.Wenn ich Hilfe brauchte, warst du immer sofort da. 

Hey Eileen, meine neue Schwiegertochter: du weißt, dass ich dich ganz doll gerne mag. Ich liebe dein Organisationstalent, deine Ehrlichkeit, deinen Humor. Deinen Familiensinn. Dass du unseren Sohn glücklich machst. Du bist einer der Menschen, die man immer in der Nähe haben möchte, weil du überhaupt nicht anstrengend oder nervig bist. 

Tja, das war es fürs erste. Ich hab noch tausend andere Menschen, denen ich etwas Nettes sagen könnte. Es läuft, wenn man erst einmal drin ist. Ich werde das fortführen in den nächsten Tagen. 

Und jetzt DU! Du kannst das.

Montag, 11. August 2014

Heiraten

Seit dem 01.08. habe ich eine Schwiegertochter! Und am 08.08. haben wir bei strahlendem Sonnenschein die Hochzeit gefeiert, so richtig mit Trau-Zeremonie, vielen Tränen, viel Lachen, Tanzen und allem Drum und Dran. Es hätte nicht schöner sein können, es war PERFEKT. Der Tag, die Gäste, das Brautpaar. Das Essen, die Location, die laue Sommernacht. Noch lange wird uns dieser Tag in Erinnerung bleiben! 

Worte können nicht beschreiben, wie schön dieser Tag war. Daher gibt es eine Bilderstrecke, die hoffentlich einen kleinen Eindruck vermittelt, mit wie viel Liebe dieser Tag gestaltet und begangen wurde. 



































Ach, es war so schön! Übrigens war die ganze Dekoration selfmade! Vom den Pompons, über die Vasen, die Wimpel, die Menükarten, die Platzkarten, die Gastgeschenke, alles war selbstgemacht. 

In der Woche vor der Feier hatten wir hier ein richtiges Hochzeitshaus. Es wurde gebacken und gesägt, gemalt und genäht, gedruckt und geschnitten, gefaltet und verziert. Das Leben brizzelte nur so durchs Haus. 

Nun kehrt langsam wieder Ruhe ein. Das junge Ehepaar hat sich gestern wieder Richtung Hamburg verabschiedet und wird nun seinen Ehealltag leben. Wir verräumen noch die letzten Dinge, die bei uns stehen geblieben sind. Immer wieder sprechen wir noch mal von der Feier, von unserer "neuen " Familie, die zusammen mit unserer Schwiegertochter in unser Leben gepurzelt ist, und von anstehenden Hochzeiten in unserer großen Familie. Da kommen noch ein paar! Liebe ist ansteckend!

Unseren beiden wünschen wir jedenfalls von Herzen alles Glück der Welt!

And they lived happily ever after....



Sonntag, 13. Juli 2014

Nur so Gedanken....zum Hundeleben

Ich habe in den letzten Tagen zum zweiten Mal mein ALLERliebstes Hundebuch gelesen "Merles Tür."

Wer einen Hund hat und wer ein Herz hat und wer vor allem ein HERZ für seinen HUND hat, der sollte es lesen. Jetzt, auf den letzten Seiten, wo Merle im Sterben liegt, bekomme ich Bauchschmerzen vor Mitgefühl, denn es ist eine komplett durch und durch wahre Geschichte, die Ted Kerasote da geschrieben hat.

Sie ist wahr von vorne bis hinten, vom Kennenlernen der beiden bis zum Abschied. Sie ist so voller Leben, diese Geschichte, und Ted findet immer genau die Worte, die ich auch finden möchte, wenn ich doch nur so schreiben könnte. 

Er lernt den jungen Hund Merle, der ein Streuner ist, bei einem Wanderausflug kennen. Und lieben. 

Seine dunkelbraunen Augen betrachteten mich wohlwollend und sagten:" Du brauchst einen Hund und der bin ich." Etwas aus der Bahn geworfen, dass er mich so leicht durchschaut hatte, gab ich ihm einen höflichen Klaps und erwiderte: "Braves Tier." Er wedelte ruhig, rührte sich aber darüber hinaus nicht. Sein Blick blieb dabei: "Du brauchst einen Hund."


Merle WIRD sein Hund. Er wird so sehr sein Hund, wie man nur ein Hund von jemandem sein kann. Ted baut später im Buch ein Holzhaus und beginnt eine Beziehung zu Allison, die ebenfalls einen Hund hat, einen Golden Retriever namens Brower.

An manchen Morgen jedoch, wenn der Ofen knisterte und der Schnee draussen tanzte, interessierte unsere unterschiedliche Herkunft nicht. Dann war im Haus nur noch Wärme, das Japsen und Kläffen der träumenden Hunde und sie und ich unter einer Decke, während die Berge über uns aufragten und uns umarmt hielten.


Wenn es ein Paradies für mich auf Erden gibt, dann wäre es dieses. Ein Holzhaus in den Bergen Kanadas, ein Hund wie Balu, Schnee, der vor dem Fenster tanzt und ein Feuer, das im Kamin knistert. PARADIES.

Merle war und bleibt ein selbstbestimmter Hund, er hat eine Hundetür und ist stundenlang in der Ortschaft unterwegs, um seine Kumpel zu treffen. Er hat heiße Liebesnächte mit diversen Hündinnen, er macht Kragenhühnern und Zieseln den Garaus und vertilgt sie an Ort und Stelle, jagt Eichhörnchen und Wapitis, rutscht auf seinem Bauch einen Schneehang herunter, wälzt sich in Kuhdung und legt sich mit ausgewachsenen Elchen an. Er frisst auch einmal einen ganzen Sack Trockenfutter auf, den Ted vergessen hat, zu schließen, er ist einfach Hund, wie ein Hund sein sollte. So und nicht anders.

Merle hatte in drei Stunden zwölf Pfund Trockenfutter vertilgt. Und nun sah er aus, als würde er sterben. Er sah allerdings überhaupt nicht aus, als würde er es bereuen. Tatsächlich hatte er ein seliges Lächeln auf den Lefzen. Er hievte sich schwerfällig auf die Pfoten und quetschte sich durch die Hundetür. Er polterte über die Veranda und hinunter ins Gras, kam aber nicht weit. Nachdem er ein paar Mal aufgestossen hatte, erbrach er einen Riesenhaufen unverdautes Hundefutter. Er schnupperte daran, wedelte angetan und warf mir einen Blick zu. Noch ein Wedeln: "Mann, war das gut." 


Es ist ein gutes Leben. Sie fahren Ski, gehen auf Wapiti Jagd, zelten in der Wildnis. Wenn ich mir nochmal ein Leben aussuchen könnte, dann so eines. Okay, ich würde eventuell über das Jagen nachdenken..

Am Ende stirbt erst Brower, Allisons Hund, dann stirbt Merle, und all das ist so ergreifend geschrieben, man kann sich vorstellen, wie elend es Ted geht, wenn er sich vorstellt, nach 14 Jahren ein Leben ohne Merle zu führen. Ich musste schon wieder weinen, denn ich stelle mir dann vor, was mit mir passiert, wenn Balu mal nicht mehr da ist.


Hunde sind unsere längsten Gefährten, irgendwann einmal hat sich ein Wolf in den Schein eines Lagerfeuers gewagt, irgendwann in der Steinzeit oder wann auch immer (Geschichte war nicht so meine Stärke...), und hat einen Brocken Fleisch abbekommen. Und seitdem sind sie bei uns. Sie haben sich an unsere Lebensweise angepasst.  

Wir sind ihnen schuldig, dass wir sie ihre wölfischen Aspekte leben lassen. Mit ihnen stromern, sie Spuren suchen, in Bächen waten, im Laub wälzen und Hasenköttel fressen lassen. Ihnen vertrauen. Ihnen Verantwortung geben. Sie wachen und beschützen lassen. Mit Artgenossen toben lassen. Es sind Hunde. Hunde sollten kein Menschenleben führen müssen. Sie sind glücklicher, wenn sie ein Hundeleben führen dürfen. Jedenfalls so oft wie es eben geht....



Es gibt nicht schöneres, als in glückliche Hundeaugen zu sehen. In leuchtende, begeisterte, strahlende, lebendige. Das ist der Lohn für mich für viele viele Stunden im Regen gehen, für viele Male nasse und kalte Füsse, für wenig Zeit für Haushalt und immer dreckige Klamotten. (Meistens. Natürlich geht mir Balu auch ab und an auf den Keks, ist ja klar. Vor allem, WENN er sich aufführt wie ein Hund. Und Rehe jagt. Und Hasen. Und danach guck mal in seine Augen. Das pure Leben. Das pure Glück. Ein Hund eben.)



Achja, und LEST. DAS. BUCH. 

"Merles Tür" von Ted Kerasote. 

Einen schönen Sonntagabend noch und ganz doll Daumen drücken, gelle?