Sonntag, 24. Juli 2016

Sätze, die ein Verkäufer nicht hören möchte..

Es gibt zwei Sätze, die einen Verkäufer, in dem Fall mal MICH, auf der Stelle unmotiviert machen.

Der erste Satz ist der: "Wir haben´s ja nicht eilig, wir wollten uns nur mal informieren." Davor ist aber bereits eine ausgiebige Probefahrt gelaufen, eine ebenso ausgiebige Erläuterung des Fahrzeuges, ein sorgfältig kalkuliertes Angebot - und DANN fällt dieser Satz. Und der geht noch weiter.
"Wir dachten da an nächstes Jahr, bis Herbst 2017 hat unser Auto noch TÜV, und dann brauchen wir vielleicht was Neues, da dachten wir, wir schauen uns schon mal um."

Bis dahin fließt echt noch VIEL Wasser den Rhein runter. Bis dahin haben wir dreimal Quartalswechsel und andere Konditionen, bis dahin haben wir bereits ein paar Upgrades von Modellen gehabt, und wir fangen dann wieder ganz von vorn an. WENN wir uns überhaupt wieder sehen, das steht in den Sternen.

Der zweite Satz, den Verkäufer nicht gerne hören, und den speziell ich nicht nur nicht gern höre, sondern bei dem mir der Hals platzt, ist der: "Wir haben ja auch schon ein Angebot aus dem Internet."

Das INTERNET ist in dem Fall immer "meinauto.de". Die Plattform ist die Pest, ganz einfach. Man kann als Händler seine Seele verkaufen und sich dort anmelden. Das machen einige Händler also. Der Kunde erhält im Internet sein Angebot für einen Neuwagen, den er dann bei eben diesem Händler abholen kann. Er bekommt die Schlüssel ausgehändigt und soll dann so schnell wie möglich Haus und Hof des Händlers verlassen. Es gibt weder eine Erläuterung des Fahrzeuges noch Fußmatten oder Verbandstasche oder ein nettes Wort, außer "vielen Dank für den Kauf und Gute Fahrt".

Für Erklärungen haben diese Händler, die ihre Seele verkauft haben, auch keine Zeit, denn Zeit ist Geld. Und Geld ist an dem Geschäft nicht über. Es ist ein Punkt auf der Zulassungsliste, mehr nicht.

Da an diesem Geschäft kein Geld verdient wird, ist das Angebot natürlich günstig. Dafür kaufen wir das Fahrzeug nicht mal ein. Ich bin also nicht wettbewerbsfähig und verliere dieses Geschäft. An Herrn Internet. Ich habe vorher selbstverständlich aber die Probefahrt angeboten, und der Kunde hat dankend angenommen. Ich habe das Fahrzeug erklärt. Das kann meinauto.de nämlich nicht, die können nur die Plattform bieten und der Händler (der seine Seele verkauft hat) soll es nur ausliefern.

meinauto.de wird auch nicht rauskommen, wenn im Winter dein Auto nicht anspringt, weil die Batterie schwach ist. meinauto.de weiß auch nicht, dass du gerade eine Chemotherapie machst und zu schwach bist, dein Auto zum TÜV zu uns zu bringen, und meinauto.de wird das Auto auch nicht bei dir zu Hause abholen und es dir wieder bringen. meinauto.de weiß nicht, dass du deinen Kaffee schwarz trinkst, wenn du hier bei uns im Wartebereich sitzt und meinauto.de fragt auch nicht, wie es deinem Mann nach seiner Herzoperation geht. meinauto.de muss auch nicht in die neuesten Diagnosegeräte investieren, muss keine neuen CI-Richtlinien umsetzen und muss auch keine Seminare für die Mechaniker und Verkäufer belegen.  

Das machen alles nur wir.

meinauto.de ist nur dafür zuständig, den Händler, der seine Seele nicht verkaufen will, kaputt zu machen.

Man kann ja einfach auch seine Seele verkaufen und sich damit entschuldigen "wenn ich es nicht tue, tut es jemand anderes". Und dann auch einfach auf diese Art Autos verkaufen (äh, verschenken).

Bevor ich das tue, schmeiß ich lieber alles hin. Niemals wird es passieren, dass ich diese Art des Verkaufens akzeptiere. Was schlecht ist, wird nicht dadurch gut, dass es viele tun. Und was gut ist, wird nicht dadurch schlecht, dass es nur wenige tun.

Wenn das die Zukunft des Verkaufens ist, dann bin ich raus aus der Nummer.

Ich liebe meinen Job, und zwar genauso wie er sein sollte: eine Kennenlernphase, ein Annähern, eine Diskussion, ein Vergleichen, ein Kompromiss, ein ewiger Lernprozess, manchmal tiefe Verbundenheit, oft Spaß und Lachen, manchmal auch ein Auseinandergehen, weil es nicht passt. Aber chancenlos zu sein, komplett chancenlos, wegen eines verdammten Preises - nein, das will ich nicht.

So, das musste ich mal schreiben. Ich hoffe, diese Pest von Internetplattform ist nur eine temporäre Geschichte und alle besinnen sich wieder auf die alten Werte.

Mir ist auch klar, dass dieses Problem nicht nur wir haben. Sondern auch viele andere. Und es ist für viele andere genauso existentiell wie für uns.

Bitte bitte, denkt einfach drüber nach, wenn ihr eine Anschaffung tätigt. Das wäre echt schon mal ein Schritt in die richtige Richtung....



Montag, 13. Juni 2016

Aufreger des Tages

Wie geil ist das denn? Die Bahn denkt über sekundengenaue Schließung der Türen nach, um NOCH pünktlicher abfahren zu können. Noch pünktlicher, kaum zu glauben, das wäre ja nicht auszuhalten. Die Warnung der Bahn vorab: wer dann in letzter SEKUNDE (um die geht es ja jetzt, um Sekunden) noch angelaufen kommt, der hat dann ein Problem.
 
Der Fall wird nicht eintreten, soviel ist schon mal sicher, denn jeder bahnfahrende Mitbürger weiß, dass die Bahn ja nicht pünktlich fährt und man eher im Gegenteil immer noch genug Zeit hat, sich in der Stunde Verspätung diverse Brötchen, Kaffee, Zeitschriften etc. zu holen, sich ein Zimmer im Stundenhotel nehmen kann und dann IMMER noch genug Zeit hat, bis der Zug denn fährt.
 
Wenn er fährt.
 
Zumindest bei Zug Nummer Eins der herausgesuchten Zugverbindung hat man also immer Zeit. Danach nicht mehr, denn man bekommt ja die Anschlusszüge nicht mehr. Oder seinen Flieger. Oder sein Date. Oder das Einstellungsgespräch. Oder die Beisetzung der Oma.Whatever.
 
Wenn ich eines gelernt habe, dann dies: wenn es wirklich wichtig ist, also WIRKLICH wichtig, dass man an einem Ort ankommen muss um eine ziemlich festgelegte Uhrzeit, dann nimm niemals die Bahn. Die Bahn kann man nehmen, wenn man abenteuerlich drauf ist und das Risiko liebt. Wenn man im Sommer einen Kühlgenerator dabei hat und im Winter eine Heizdecke. Oder andersrum, das ist genauso gut möglich. Spannung...! Und wenn man generell so Valium-ruhig durchs Leben geht, dass auch Totalausfälle und biestiges Bodenpersonal einen nicht den Glauben an die Menschheit verlieren lassen.
 
Denn eines gibt es immer:
 
TECHNISCHE STÖRUNGEN
 
Gegen die ist man machtlos. Man kann und darf auch nicht meckern, heulen oder fluchen. Sich beschweren und ärgerlich auftreten. Niemals. Denn eine TECHNISCHE STÖRUNG ist naturgegeben nicht zu beeinflussen. Niemand kann etwas tun. Deshalb gibt es auch keine Entschuldigungen bei TECHNISCHEN STÖRUNGEN. Wieso sollte man sich entschuldigen für etwas, an dem man aber SOWAS von unschuldig ist?! Ein neugeborenes Baby, das noch nicht abgenabelt ist, könnte nicht unschuldiger sein als die Bahn an TECHNISCHEN STÖRUNGEN. Also bitte.
 
Die Bahn macht sich also nun Gedanken um Sekunden. Sie können nicht mit Minuten oder Stunden umgehen, aber machen sich Gedanken um Sekunden.
 
Aus gegebenem Anlass mein Aufreger des Tages.

Freitag, 3. Juni 2016

Abschied

Mein Opa ist seit einer Woche im Krankenhaus.

Er ist in seiner Wohnung gefallen und hat zwölf Stunden dort gelegen. Heute kommt er direkt vom Krankenhaus in ein Altersheim ein paar Kilometer von uns, und gestern haben wir dort sein Zimmer wohnlich eingerichtet mit Bildern und seinem Hocker und seinem Teewagen und Deckchen und Lampen.
 
Als wir gestern ohne ihn in seiner Wohnung ein paar Dinge zusammengesucht haben, habe ich in mir drin schon einmal Abschied genommen von all den Möbeln und dem Geruch, der so lange Zeit ein großer Teil meiner Kindheit war.
 
Der Schrank im Schlafzimmer. Früher im Haus meiner Großeltern stand er an einer Schräge, da das Schlafzimmer unter dem Dach war. Hinter dem Schrank war immer noch soviel Platz, dass ein Kind sich dort verstecken konnte oder hinter dran langlaufen. Ich fand das immer aufregend, denn dahinter war es echt dunkel und ich hab es immer wie ein Mutprobe empfunden, in das dunkle Eck zu schlüpfen. IM Schrank lag die Bettwäsche, so fein und ordentlich gebügelt, dass man Kanten drin hatte.
 
Der Toilettentisch. Dort lag immer eine Haarbürste und feine Spitzendeckchen, die von einer Glasplatte vor Staub geschützt wurden. Meine Oma hat sich nach dem Aufstehen immer davor die Haare gebürstet. Und wenn sie grade Diät machte, hat sie sich daneben auf die orange Waage gestellt und das Ergebnis fein säuberlich in ein Heft eingetragen, das auch auf dem Toilettentisch lag. Wieso Omas noch Diäten machen, ist mir ein Rätsel. Ich hoffe, ich hab den ganzen Gewichts-Scheiß hinter mir, wenn ich alt bin und kann einfach ganz in Ruhe fett und runzelig werden.
 
Der Fernsehschrank in der kleinen Stube. Solange ich denken kann, haben wir dort unser Abendessen eingenommen. Währenddessen lief manchmal ein Vorabendprogramm, nix Aufregendes, das gab es damals ja noch gar nicht, einfach irgendwelche unspektakulären Nachrichten. Mein Opa hat neben dem kleinen Esstisch in dem winzigen Raum sein Funkgerät aufgebaut und auf dem Fernsehschrank stand die Kamera, so dass er auch mit Leuten über Funk und mit Bild kommunizieren konnte. Wenn ich Glück hatte, konnte ich mit auf das Bild, und Opa hat stolz erzählt, dass grade seine Enkeltochter zu Besuch ist. Später hat er stolz erzählt, dass seine Enkelin MIT den Urenkeln zu Besuch ist. Oft hat er auch erzählt, was wir tagsüber unternommen hatten und berichtete von Zoobesuchen, vom Schwimmen, vom Campingplatz.
 
An dem kleinen Tisch wurde gegessen, gebastelt, die Babys gewickelt und in einer kleinen Plastikwanne gebadet, alles an diesem Tisch. Eine dicke Schaumstoffschicht unter der Decke schützte ihn vor Kratzern. Alles im Haus meiner Großeltern hielt ewig und lange und sieht heute noch aus wie neu. Es sind heute dieselben Möbel wie schon vor 40 Jahren.
 
Das Sofa. Wie oft haben unsere Kinder auf diesem Sofa geturnt, sich dahinter versteckt, hat mein Opa sein Mittagsschläfchen darauf gehalten, zwischenzeitlich mal mit zugelaufener Katze auf dem Bauch, hat meine Oma ihre Puppenstrümpfe gestrickt, mit geradem Rücken und ernster Miene.
 
In ihrem Wohnwagen auf dem Campingplatz habe ich wohl meine halbe Kindheit verbracht. Ich habe dort im Sommer schwimmen gelernt und wurde dabei von meinem Opa gefilmt, wie ich mit Anlauf auf das Becken zulaufe, abrupt stehenbleibe und wie ein Frosch hineinspringe. Mein Seepferdchen nähte mir meine Oma auf meinen Badeanzug. Mein Opa brachte mir bei, wie man beim Tauchen die Augen  offen hält, und weil meine Oma im Schwimmbad putzte, konnte ich so manches Mal umsonst rein und nach Herzenslust im Wasser toben, während noch kein Schwimmbetrieb war.
 
Auf dem Dachboden über dem Stall des Hauses stand immer mein Puppenhaus. Unsere Kinder haben es jeden Sommer heruntergeholt und im Garten damit gespielt. Jeden Sommer. In einer alten Zinkbadewanne haben wir uns bei Hitze abgekühlt. Heute steht sie bei uns im Garten und ist mit Blumen bepflanzt. Auf dem Hausboden neben der Treppe oben waren sämtliche Klamotten sortiert, die im Sommer oder Winter keinen Platz in den Kleiderschränken hatten. Weil mein Kleidungsstil in meiner Teenie-Zeit etwas schräg war, wurde ich dort oft fündig und schwatzte meiner Oma eine alte Spitzenbluse ab, eine Satin-Schlafanzughose, ein altes Jackett von meinem Opa, oder einen Wollmantel in Übergröße.
 
Ich habe immer in der Besucherritze zwischen meinen Großeltern geschlafen, bis ich Teenie war und dann ein eigenes Zimmer bei Ihnen bekam. Aber so lange habe ich zwischen ihnen geschlafen und morgens mit ihnen Radio gehört, bis sie nach einer ganzen Weile aufstanden und zwei warme Kuhlen zurückließen, um Frühstück zu machen.
 
All das ist nun vorbei. Ein Leben geht einfach so vorbei. Ein Leben, das so voll war mit Ereignissen, mit Kindern, Enkeln und Urenkeln, mit Urlauben und mit Familienfesten, mit Krankheiten und mit Krisen, mit Glück und mit Liebe. Und davon übrig bleibt eine kleine Wohnung, in der es noch riecht wie früher und ein Zimmer im Altersheim, in der ein paar Bilder von guten Zeiten erzählen.
 
Und Erinnerungen. MEINE Erinnerungen an meine Großeltern. An eine Kindheit, die so voll war von guten Tagen, so voll von Sand und Strand und Sonne und Garten und Äpfeln und gebratenem Fisch mit Salzkartoffeln und Nutella-Broten und Gänseblümchenketten, dass ein Buch nicht ausreichen würde.
 
Danke Oma und Opa.

Donnerstag, 28. April 2016

Einen Scheiß muss ich

Gestern hab ich mir eine Leseprobe des neuen Bestsellers "Einen Scheiß muss ich..." von Thommy Jaud runtergeladen.
 
Schon nach den ersten Seiten musste ich sooo lachen - und gleichzeitig fühlte ich mich so ertappt - von dieser "Ich-muss-Falle". Davon abgesehen, dass das Buch in manchen Bereichen echt weltfremd ist, sehr ironisch und auch nicht unbedingt immer umsetzbar - es hat an einem einzigen Abend für mich viel verändert.
 
Wann habt ihr das letzte Mal das gemacht, worauf ihr so richtig Bock hattet?
 
Ich kann es sagen: ich hab´s gestern abend gemacht.
 
Eigentlich habe ich am Mittwoch meinen Sport Abend. So wie Montags. Dann fahre ich ins Fitness-Studio. Da ich den ganzen Tag am Schreibtisch sitze, muss ich mich bewegen, sonst sehe ich mit 50 aus wie ´ne Qualle in Aspik.
 
HA!! Da war´s wieder: ich MUSS mich bewegen!
 
EINEN SCHEISS MUSS ICH.
 
Wen kümmert´s eigentlich, wenn ich aussehe wie eine Qualle in Aspik? Geht das IRGENDJEMANDEN was an? Vielleicht meinen Mann, aber der fand mich bisher immer gut, egal wie ich aussah. Dünn oder schwanger oder grade entbunden oder was auch immer.
 
Ich lese also dieses Buch, nur so kurz am Küchentisch, bevor ich mich ans Bad-Putzen mache und danach zum-Sport-gehen und frage mich: Haste eigentlich richtig Bock auf Fitness Studio?
 
WORAUF hast du eigentlich Bock?
 
Und da fiel mir ein: auf Tanzen. Yep. Tanzen.
 
Mein Mann verabschiedete sich später zum Handballtraining, ich zog mir meine Sporthose an, koppelte meinen geilen mobilen Lautsprecher mit meiner Spotify Liste, sperrte den Hund aus dem Wohnzimmer aus, machte die Rolläden runter und fing an zu tanzen. Eine Stunde lang. So richtig abtanzen, mit Text mitsingen und mit völlig behinderten Bewegungen. So, als ob niemand zusieht.
 
Scheiß die Wand an, war das großartig! Ich weiß echt gar nicht, wann ich mich in letzter Zeit so gut gefühlt habe.
 
Den ganzen Tag und überhaupt irgendwie 90 Prozent meines Lebens mache ich Sachen, die ich machen muss. Arbeiten, höflich sein, Autos verkaufen, Haus putzen, Unkraut jäten, Wäsche waschen, gesund essen, fit bleiben, abschminken, Beine rasieren...und ganz ehrlich frag ich mich:
 
WANN mache ich Dinge, die ich so gerne mache, dass ich einen Euphorie-Schub bekomme, wenn ich sie mache?
 
Zu selten.
 
Und ihr?
 
Es ist witzig, dass man manchmal nur ein einziges Buch, ein paar Sätze braucht, um das festzustellen.
 
Ich fragte das gestern auch meinen Mann - auf ihn trifft das ebenso zu. Wieso macht man so oft Dinge, auf die man keine Lust hat und fragt sich zu selten, was man stattdessen eigentlich machen möchte?
 
Man hat ja fürs erste nur mal dieses eine Leben - wenn man von Wiedergeburt mal absieht, aber da hab ich jetzt ja noch nix von - sollte man da nicht so viel Fun wie möglich rausholen?
 
Ich hatte Bock auf Tanzen. So tat ich es. Ich tanze für mein Leben gerne, wieso mach ich es nicht öfter einfach mal?
 
Ich liebe Schwimmen - Wasser ist mein Element! - wieso tu ich es nicht öfter, sondern putze stattdessen das Bad?! Weil es sein MUSS? Einen Scheiß muss ich. Das Bad wird nicht implodieren, wenn man es später putzt. Oder zwei Wochen gar nicht! Einen Monat gar nicht! Wen kümmerts?!
 
Ich mag Cabrio Fahren, Picknicken und auf einer Decke liegen und in den Himmel gucken, ich liebe Tanzen, ich mag Cocktails trinken, ich liebe es, im Freibad auf dem Rasen zu liegen und eine bunte Tüte zu essen...ich hätte mal wieder Bock im Zelt zu übernachten, ich hätte Lust auf einen Survival Trip, ich will mit Schlittenhunden fahren, ich möchte ein Lagerfeuer machen und dazu Countrylieder singen, ......ich hätte auf SOVIEL Bock!
 
Und ich sach euch was: ich mach das. Immer wieder werde ich mich in Zukunft fragen:
 
Willste das wirklich tun? Und was willste stattdessen tun? Und dann werde ich genau das tun.
 
Und wenn ein Kunde, den ich vorher noch nie gesehen habe und der mir nicht mal die Hand geben möchte und der nicht mal nett sein möchte, mir sagt:
 
"Da müssense aber noch was am Preis machen!"
 
dann sag ich:
 
" Einen Scheiß muss ich."
 
Jawohl.
 

Montag, 4. April 2016

energy bites

Auf einem meiner liebsten Blogs habe ich ein echt feines Rezept für Energy-Bällchen entdeckt.
 
Da ich neuerdings stolze Besitzerin eines Blenders bin (auf deutsch: Zerkleinerer), kann ich jetzt solche feinen Sachen machen wie Nüsse mahlen, grüne Smoothies mixen und all so einen Kram...! Genial!
 
Und so sehen sie aus, die kleinen Scheißerchen:


Diese Kugeln bestehen nur aus rohen Zutaten, man nennt sie auch "raw bites" und sie sind echte Energielieferanten. Sie halten den Blutzuckerspiegel konstant, sind leicht verdaulich und schmecken echt genial. 
 
Ihr braucht für ca. 25 Kugeln folgende NUR FÜNF Zutaten:
 
200 g Datteln (Medjool Datteln), und daraus schneidet ihr den Kern raus
 
200 g ganze Mandeln
 
1,5 Esslöffel Kokosöl
 
2 Esslöffel Mandelmus (bekommt ihr im Bioladen, nehmt das braune, nicht das aus blanchierten Mandeln)
 
2 Esslöffel Kakaopulver
 
Zuerst gebt ihr die Mandeln in den Blender und schreddert sie so, dass nicht schon Mehl draus wird, aber sie kleingehäckselt sind. Dann fügt ihr die Datteln dazu und mixt wieder kräftig durch. Dann alle anderen Zutaten dazufügen und das ganze nochmal zu einem dicken braunen Brei zusammenmixen.
 
Dann in eine Schüssel kippen und daraus Kugeln rollen zwischen den Händen. Die Kugeln für eine Stunde in die Gefriertruhe packen und danach im Kühlschrank aufbewahren. Sie halten sich dort sicherlich zwei Wochen. Aber die Kugeln sind schon früher weg, ich schwöre, sie sind nämlich schweinelecker!
 
Das Rezept lässt sich beliebig erweitern oder abwandeln. Datteln an sich würde ich aber immer als Basis nehmen, denn sie sind tierisch gesund, machen die Kugeln gut formbar und haltbar und geben eine geniale Süße. Dann könnt ihr aber auch Pekannüsse nehmen statt Mandeln, ihr könnt Chia-Samen, diverse Pülverchen, Leinsamen etc. hinzugegeben. Vielleicht eine Handvoll Cranberries..., ein paar Haferflocken, Aprikosen.... Danach könnt ihr sie in Kokosraspeln wälzen oder in Kakaopulver oder was auch immer, aber ihr könnt sie auch einfach so lassen, wie sie sind.
 
Whatever: alles ist roh und gibt den sofortigen Energieschub. Wenn ihr rohes Kakaopulver nehmt, dann ist auch echt NIX ungesundes daran und es hat jede Menge gute Fette. Es ist außerdem ein veganes Rezept, da es keine Süße aus Honig braucht.
 
Viel Spaß beim Nachmachen!
 
HIER ist übrigens mein Blender her, habe mich vorher lange umgeschaut, aber fand ihn vom Preis-Leistungs-Verhältnis am besten und auch am besten bewertet.